Freimaurerei

Allgemeines

001 Was ist Freimaurerei?
002 Welche großen Ideen stehen hinter der Freimaurerei?
003 Welche Ziele verfolgt die Freimaurerei?
004 Wo ist die Freimaurerei verbreitet?
005 Wer kann aufgenommen werden?
006 Wie finde ich Kontakt zu den Freimaurern?
007 Kann ich über das Internet Kontakt aufnehmen?
008 Warum schließen sich Menschen einer Loge an?
009 Warum macht die Freimaurerei keine Werbung?
010 Darf man sagen, dass man Freimaurer ist?

 

001 Was ist Freimaurerei?

Die Freimaurerei ist eine international verbreitete Vereinigung, die unter Achtung der Würde des Menschen für Toleranz, freie Entwicklung der Persönlichkeit, Brüderlichkeit und allgemeine Menschenliebe eintritt. Sie geht davon aus, dass menschliche Konflikte ohne zerstörerische Folgen ausgetragen werden können. Voraussetzung dafür ist die Herstellung eines Vertrauensverhältnisses zwischen den Menschen unterschiedlicher Überzeugungen. Die Freimaurerei ist stark auf den einzelnen Menschen ausgerichtet und bemüht, ihn sittlich zu vervollkommnen.
(Helmut Reinalter in „Die Freimaurer“, ISBN 3-406-44733-3)

Auf diese Frage gibt es mehrere Millionen Antworten, da jeder Freimaurer auf der Welt eine andere Definition geben kann. Da die Freimaurerei nicht dogmatisch ist, gibt es keine verbindliche Erklärung. Allerdings haben alle Freimaurer eine gemeinsame Lebensanschauung, so dass die Antworten ähnlich ausfallen werden.

Eine oft gebrauchte, alte englische Definition ist:

Was ist Freimaurerei? Daheim ist sie Güte,
im Geschäft ist sie Ehrlichkeit,
in Gesellschaft ist sie Höflichkeit,
bei der Arbeit ist sie Anständigkeit!
Für den Unglücklichen ist sie Mitleid,
für den Schwachen ist sie Hilfe,
für den Starken ist sie Vertrauen.
Dem Gesetz gegenüber ist sie Treue,
gegen das Unrecht ist sie Widerstand.
Beim Reuigen ist sie Verzeihen,
für den Glücklichen ist sie Mitfreude.
Vor Gott ist sie Ehrfurcht und Liebe.

Lessing antwortet in „Ernst und Falk“: Freimaurerei ist nichts Willkürliches, nichts Entbehrliches, sondern etwas Notwendiges, das im Wesen der Menschen und in der bürgerlichen Gesellschaft gegründet ist.

Die Schweizer Großloge „Alpina“ antwortet: Der Zweck des Freimaurerbundes ist die Erziehung seiner Mitglieder zum wahren Menschentum. Die Mittel hierzu sind die Übung der von den mittelalterlichen Bauhütten übernommenen symbolischen Gebräuche, die gegenseitige Belehrung über die wichtigen Angelegenheiten der Menschheit, die Pflege des Idealen und Anregung zu wahrer Freundschaft und Bruderliebe. Jeder soll diese Grundsätze außerhalb der Loge verbreiten, die Aufklärung nach Kräften fördern und der Intoleranz entgegentreten. In der Loge werden die Mitglieder durch gemeinsames Erleben von Symbol und Ritual zur Selbsterziehung angeregt. Durch Eintreten für die Würde des Menschen und Pflege der Brüderlichkeit und durch Übung der Wohltätigkeit versuchen die Freimaurer, die Ideale der Humanität zu verwirklichen.

In der Erzählung „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint Exupéry versinnbildlichen sich eine ganze Reihe freimaurerischer Eigenschaften, beispielsweise: Nachdenklichkeit / Idealismus / Achtung vor der Natur in Form von Pflanzen (Rose) und Tieren (Fuchs) / Freundschaft / Nächstenliebe / Demut vor dem unendlichen Kosmos.

In einem Satz kann man auf die Frage, was Freimaurerei ist, antworten: Die Freimaurerei hilft mit, dass jeder Bruder ein ausgeglichener Mensch und damit die Welt ein wenig menschlicher wird.

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002 Welche großen Ideen stehen hinter der Freimaurerei?

Die Freimaurerei ist ein Kind der Aufklärung und versucht, dem Menschen mit Hilfe der Vernunft zum „Ausgang aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit“ (Immanuel Kant) zu verhelfen.
Die Aufklärung versucht, den Erkenntnisprozess zu befreien: von überkommenen Vorurteilen, Traditionen, Konventionen, Dogmen, Institutionen usw. Die bürgerliche Gesellschaft tritt in den Vordergrund. Die Naturwissenschaft tritt ihren Siegeszug an. Die Unabhängigkeitserklärung der USA und die Ideale der französischen Revolution sind von dem Gedanken der Aufklärung bestimmt. Noch heute streben wir nach „Freiheit – Gleichheit – Brüderlichkeit“.
Die Freimaurer haben viel zur Verbreitung der positiven Ideen der Aufklärung beigetragen. Aber trotz vieler sozialer und humanitärer Reformen, trat auch die Überschätzung menschlichen Intellekts auf, die zum Materialismus, Nihilismus, Atheismus führte.

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003 Welche Ziele verfolgt die Freimaurerei?

Ich habe immer wieder hören müssen, das Ziel und der wahre Endzweck der Freimaurerei seien Toleranz und Humanität. Ich betrachte diese Eigenschaften als notwendiges und selbstverständliches Nebenprodukt eines richtig gegangenen freimaurerischen Weges. Das Ziel selbst ist die innere Wandlung des Menschen, das Wiederauffinden des verlorenen Logos und das Erlebnis der Einbettung in das schattenlose Licht. (Ludwig von Pölnitz 1925-1982)
Die Freimaurerei ist eine Lebenshaltung, die zur Lebenshilfe wird, weil sie Anspruchsdenken und Machtstreben verurteilt. Sie fördert aber den natürlichen Kreislauf des Gebens und Nehmens und trägt damit zur Humanisierung der menschlichen Gemeinschaft und zur Persönlichkeitsbildung des einzelnen Menschen bei.
Siehe auch Antwort auf Frage 099!

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004 Wo ist die Freimaurerei verbreitet?

Die Freimaurerei ist weltweit verbreitet.
Nur wenige diktatorische und fundamentalistische Staaten sind ausgenommen. Auf der Welt gibt es etwa 4-6 Millionen Mitglieder (die sich Brüder nennen) in unzähligen Logen.

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005 Wer kann aufgenommen werden?

Nach der ältesten Satzung der Freimaurerei in England (James Anderson 1723), die im Prinzip heute noch gültig ist, kann „jeder freie Mann von gutem Ruf“ um Aufnahme nachsuchen.
Unter „frei“ ist dabei vor allem die innere Freiheit gemeint, wichtige Entscheidungen für das eigene Leben selbst treffen zu können. Außerdem natürlich frei sein von bestimmten Süchten, von Spielleidenschaft bis zur extremen Arbeitssucht.
Der „gute Ruf“ braucht nicht durch ein polizeiliches Führungszeugnis nachgewiesen werden, doch sollte der Kandidat eine Vertrauensperson nennen, die über ihn Auskunft geben kann.
Gewisse Voraussetzungen sind im einzelnen in den „Vereinsgrundlagen“ genannt.

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006 Wie finde ich Kontakt zu den Freimaurern?

In vielen Städten haben die Freimaurer örtliche Logen, die in einem Logenhaus zusammen kommen.
Auf jeden Fall vermittelt das Großmeisteramt (Sekretariat) den Kontakt zu den nächstliegenden Logen.

Große National-Mutterloge „Zu den drei Weltkugeln“
Heerstraße 28
14025 Berlin

Telefon: 030 304 2806
Telefax: 030 36 418 618
eMail: kontakt@3wk.org

Oder Sie nutzen einfach unser Kontaktformular.

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007 Kann ich über das Internet Kontakt aufnehmen?

Ein Teil der deutschen Logen hat bereits Homepages im Internet.
Eine Übersicht der Logen und deren Kontaktmöglichkeiten finden Sie hier.

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008 Warum schließen sich Menschen einer Loge an?

  • Weil sie über den Sinn des Lebens nachdenken wollen und sich dabei mit anderen austauschen möchten.
  • Weil sie sich in einer brüderlichen Gemeinschaft geborgen fühlen.
  • Weil sie zu anderen Menschen Vertrauen haben möchten.
  • Weil sie ihr Leben verantwortungsvoll gestalten wollen und sich dabei im Kreis Gleichgesinnter wohlfühlen. Die Loge ist das Übungsfeld, um Verantwortung auch im Leben zu übernehmen.
  • Weil sie nicht nur Intellekt und Vernunft gelten lassen, sondern auch mit Herz und Gemüt durch die Welt gehen.
  • Weil sie Toleranz üben wollen und in der Loge hierzu Gelegenheit haben und Anleitung dazu bekommen.
  • Weil sie immer wieder dankbar für neue Anregungen sind und wissen, dass sie stets etwas dazu lernen können.
  • Weil sie glauben, ihre Persönlichkeit verbessern zu können und weil dies in einer vertraulichen Gemeinschaft besonders gut möglich ist.
  • Weil sie bedrängten Menschen helfen wollen.
  • Weil sie für ein friedliches Miteinander in der Welt Gleichgesinnte suchen.
  • Weil sie die Hoffnung auf eine bessere Zukunft der Menschheit nicht aufgeben.
  • Weil sie außerhalb des Alltags nach dem Menschen in sich selbst suchen.

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009 Warum macht die Freimaurerei keine Werbung?

Der Freimaurerbund missioniert nicht und lehnt jede plakative Werbung ab.
Er will nicht überreden oder verführen, sondern informieren und überzeugen.
Dieser Anspruch behindert zwar die öffentliche Wahrnehmung, ein wirklich Interessierter findet jedoch den Weg zu einer Loge.

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010 Darf man sagen, dass man Freimaurer ist?

Es ist jedem einzelnen überlassen, ob er sich öffentlich zum Freimaurerbund bekennt. Die meisten von der Freimaurerei überzeugten Mitglieder tun es, viele tragen ein Abzeichen, im allgemeinen Zirkel und Winkel.
Andererseits darf keiner über die Mitgliedschaft eines anderen Bruders berichten, wenn dieser sich nicht selbst dazu bekannt hat, da die Privatsphäre des Bruders nicht berührt werden soll.

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Die Gründung der Großen National-Mutterloge „Zu den drei Weltkugeln“ erfolgte am 13. September 1740 auf Geheiß des Königs von Preußen, Friedrich II. (Friedrich der Große), unter dem Namen Loge „Aux trois Globes“ in Berlin.

Bereits als Kronprinz war Friedrich II. im August 1738 in Braunschweig in den Freimaurerbund aufgenommen worden. Nach Gründung der Loge „Aux trois Globes“ wurden sehr bald Tochterlogen gestiftet, so in Meiningen, Frankfurt/Oder, Breslau, Dresden, Neuchátel.
Im Jahre 1744 nahm die Loge den Namen „Große Königliche Mutterloge zu den drei Weltkugeln“ an.

1765 geriet die Große Königliche Mutterloge unter den Einfluss der sogenannten „Strikten Observanz“ (= unbedingter Gehorsam), die von einem Freiherrn von Hund gegründet worden war. Als Hochgradsystem entwickelt, wurde dieses System auf das Templertum zurückgeführt und von sogenannten „Geheimen Oberen“ geleitet.
Alles in Allem gereichte diese Strikte Observanz der Freimaurerei zum Nachteil, da sie insbesondere in der nationalsozialistischen Ära die Grundlage für den Kampf der NS-Machthaber gegen den Freimaurerbund darstellte. Dabei ist es Tatsache, dass die Große Königliche Mutterloge zu den drei Weltkugeln sich bereits 1780 von diesem Irrweg löste, was 1782 auf dem Konvent der Strikten Observanz in Wilhelmsbad nochmals „offiziell“ geschah.

Seit dieser Zeit arbeitet die Große National-Mutterloge „Zu den drei Weltkugeln“ auch nicht mehr in Hochgraden, sondern in rituell festgelegten Erkenntnisstufen, die das freimaurerische Geschehen vertiefen sollen.
1796 wurde die Großloge mit ihren Tochterlogen unter königliches Protektorat gestellt.

Das 19. Jahrhundert war in Deutschland von der Gründung weiterer Großlogen geprägt, wobei im Wesentlichen noch auf die Zugehörigkeit zu einer christlichen Religionsgemeinschaft bestanden wurde. Die Große National-Mutterloge „Zu den drei Weltkugeln“ behielt diese Forderung bis 1964 bei.
Bis zum Jahre 1878 hatte die Große National-Mutterloge „Zu den drei Weltkugeln“ über 180 Tochterlogen gegründet. Es waren dies 114 Johannis- und 69 Schottenlogen mit insgesamt 13.499 Mitgliedern.
1899 verlieh der König von Preußen den drei „altpreußischen Großlogen“ – es waren dies die Große National-Mutterlogen „Zu den drei Weltkugeln“, die Große Landesloge der Freimaurer von Deutschland und die Große Loge von Preußen, gen. „Royal York zur Freundschaft“ – die Rechte juristischer Personen.

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde das Logenleben in Deutschland durch verunglimpfende Auseinandersetzungen mit deutsch-völkischen Gruppierungen beeinträchtigt.
In den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg erhielten die Freimaurerlogen einen starken Zuwachs an Interessenten und Suchenden. 1924/25 vereinte die Große National-Mutterlogen „Zu den drei Weltkugeln“ in 48 freimaurerischen Vereinigungen, 169 Johannislogen und 88 Schottenlogen insgesamt 22.896 Freimaurer.
Interessant ist die Tatsache, dass zu diesem Zeitpunkt über fünfzig evangelische Geistliche in den Mitgliedslisten der Großen National-Mutterlogen „Zu den drei Weltkugeln“ verzeichnet waren.

Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten am 30. Januar 1933 war das Logenleben vom Kampf ums Überleben geprägt, da die NS-Machthaber der Freimaurerei alles andere als gut gesonnen waren; in totalitären Regimen ist kein Platz für Geistesfreiheit, Toleranz und Humanität.
Auf verschiedenen Wegen wurden Gespräche mit einflussreichen Nationalsozialisten gesucht, zum Teil hier und da auch wohl gefunden. Es sollte keine Anstrengung unterlassen werden, die Logen vor einem Verbot zu retten.
Ein Versuch, am 11. April 1933 durch eine Satzungsänderung bei den NS-Machthabern die bisherige Große National-Mutterlogen „Zu den drei Weltkugeln“ in einen „Nationalen Christlichen Orden Friedrich der Große“ umzubenennen, schlug fehl und wurde keiner Antwort gewürdigt. Mitte des Jahres 1934 – nach Niederschlagung des sogenannten „Röhm-Putsches“ – unterwarfen die Nationalsozialisten die bereits um die Hälfte dezimierten Freimaurer stärksten Repressionen mit der Drohung einer Zwangsauflösung.

So blieb nichts weiter übrig, dass die verbliebenen Freimaurerlogen am 16. Juni 1935 unter brutalem Druck zur „Selbstauflösung“ schritten und diese bis zum 15. Juli 1935 vollzogen. Das Vermögen, die Immobilien, sämtliches Brauchtum, Archivalien, selbst Gegenstände des täglichen Lebens wurden beschlagnahmt.
Trotz unentwegter Repressionen und über alle Verbote hinweg blieben in der Zeit von 1935 bis zum Ende des „Dritten Reiches“ – 1945 – die Freimaurerbrüder miteinander verbunden und trafen sich regelmäßig in unverfänglichen Lokalitäten – dies allerdings oftmals in Anwesenheit von Beamten der Geheimen Staatspolizei.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges fand bereits 1946 das „Wieder in Arbeit setzen“ der Großen National-Mutterlogen „Zu den drei Weltkugeln“ statt, allerdings beschränkt auf den amerikanischen Sektor.
Im damaligen „westdeutschen“ Gebiet bestanden 1949 zwei Großlogen, die „Große Landesloge der Freimaurer von Deutschland“ sowie die „Vereinigte Großloge der Freimaurer von Deutschland“ die später in die „Vereinigte Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer“ umbenannt wurde (AFuAM). Der Letzteren schlossen sich 47 Tochterlogen der Großen National-Mutterloge „Zu den drei Weltkugeln“ an. Nur fünf Tochterlogen auf westdeutschem Gebiet verblieben bei der Großen National-Mutterloge „Zu den drei Weltkugeln“.
Es zeichneten sich neue Probleme ab, da die Vereinigte Großloge von Deutschland (AFuAM) die Ansicht vertrat, es gäbe die Große National-Mutterloge „Zu den drei Weltkugeln“ nicht mehr (Selbstauflösungsbeschluss von 1935).
Obwohl im Jahre 1955 durch den Zivilsenat des Bundesgerichtshofes festgestellt worden war, dass der Selbstauflösungsbeschluss keinerlei Rechtswirksamkeit besaß und die Große National-Mutterloge „Zu den drei Weltkugeln“ demzufolge seit ihrer Gründung im Jahre 1740 ohne jede Unterbrechung bestanden hat.

Nach Gründung der Vereinigten Großlogen von Deutschland (VGLvD) im Jahr 1958 wurden durch ein „Brüderliches Abkommen“ 1959 fünfundzwanzig Tochterlogen der Großen National-Mutterlogen „Zu den drei Weltkugeln“ in die Vereinigten Großlogen von Deutschland (VGLvD) „einverbrüdert“, wobei die Große National-Mutterlogen „Zu den drei Weltkugeln“ in ihrem Status als Großloge zunächst nicht einbezogen, sondern nur als unbedeutende „Provinzial-Großloge“ eingegliedert wurde.

Bis zum Jahre 1970 prägte Uneinigkeit das Verhältnis zwischen der Vereinigten Großloge von Deutschland (AFuAM) und der Großen National-Mutterloge „Zu den drei Weltkugeln“.
Eine Einigung über die unterschiedlichen Vorstellungen hinweg konnte erst auf dem Konvent der Vereinigten Großlogen (VGLvD) im Oktober 1970 durch eine Änderung der Magna Charta herbeigeführt werden. Statt der bisherigen zwei Vertragspartner durch die Hinzunahme aller Landesgroßlogen und Provinzialgroßlogen – also auch der Großen National-Mutterloge „Zu den drei Weltkugeln“ – wurde auf der „… Basis absoluten gegenseitigen Vertrauens mit dem Ziel, die Einheit der deutschen Freimaurerei immer mehr zu festigen, unbeschadet der Eigenständigkeit der einzelnen in ihnen zusammengeschlossenen Großlogen“ die Einigung vollzogen.‘ (Hans Hinterleitner, Landesgroßmeister der Vereinigten Großloge von Deutschland – AFuAM)

Durch den Fall der Mauer im Jahre 1989 und der damit verbundenen Öffnung der Grenzen konnten die auf dem Gebiet der damaligen „Deutschen Demokratischen Republik“ (DDR) liegenden Freimaurerlogen wieder in Arbeit gesetzt werden.
Ein über 50 Jahre währendes Verbot der Freimaurerei – die DDR hatte das von den NS-Machthabern 1935 ausgesprochene Verbot stillschweigend übernommen – führte dazu, dass die Freimaurerei aus dem Bewusstsein der Bevölkerung verdrängt worden war. Demzufolge ist die Reaktivierung von ehemaligen Freimaurerlogen auf dem Gebiet der ehemaligen „DDR“ schwierig und mit Problemen verbunden.
So konnte es nicht ausbleiben, dass einige Logen nach anfänglicher erfolgreicher Tätigkeit sich wegen zu geringer Mitgliederzahl schließlich als „ruhend“ erklären mussten.



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275 Jahre GNML „Zu den drei Weltkugeln“

(bitte anklicken für weitere Details)


 

Herzlich Willkommen bei der
Großen National-Mutterloge
„Zu den drei Weltkugeln“!

Über Ihr Interesse an der Freimaurerei und der Großen National-Mutterloge „Zu den drei Weltkugeln“ freuen wir uns.

In der Tradition der Aufklärung und des Humanismus wollen wir – Männer verschiedener religiöser, politischer und weltanschaulicher Überzeugung – bei unseren Treffen den Versuch machen, die Welt und die Gesellschaft in der wir leben menschlicher zu machen.

Auf Geheiß Friedrich des Großen wurde kurz nach seiner Thronbesteigung die Große National-Mutterloge „Zu den drei Weltkugeln“ gegründet.

In einem Grußwort zur 250-Jahrfeier der Großen National-Mutterloge sagte Dr. Louis Ferdinand von Hohenzollern, dass Friedrich der Große den Grundsätzen der Toleranz die Gewissensfreiheit, die Geistesfreiheit und die Wohltätigkeit – das Menschsein – hinzufügte.

Diese Begriffe bilden auch heute noch das Fundament der Freimaurerei; sie sind die Freimaurerei schlechthin. Sie sind die Kraft, die die Idee der Freimaurerei in die Welt tragen und die die Bruderschaft unbeirrbar am „Tempelbau der Humanität“ arbeiten lässt, ohne religiöse, gesellschaftliche und weltanschauliche Zwänge. Es sind die Gründe, die Männer an sich selbst, für und in der Gesellschaft arbeiten lassen. Es sind die Begriffe, die unseren Bund in seiner Vielfältigkeit in dieser Zeit lebendig und lebenswert machen.

Liebe Gäste, lassen sie sich an dieser Stelle oder beim Besuch der Gästeabende in unseren Logen vom Geist der Freimaurerei berühren und überzeugen.


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